Terrarienbauanleitung
(Teil 1)
 

Das Grundgerüst des Terrariums besteht aus beschichteten Spanplatten (Größe: 150x70x1,6cm) dazu kommt der Innenausbau einer Felsenlandschaft mit Styropor und Fliesenkleber..

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Das Terrarium wird ein Wüstenterrarium für unsere Wüstenagamen. Es soll unter den Terrarien für die Bartagamen stehen und muss somit robuster als die Styroporterrarien werden.

Grundlegende Materialien für die ersten Schritte sind beschichtete Spanplatten mit 16 mm Stärke. Dies ist ein guter Kompromiss zwischen Gewicht und Stabilität (es gibt auch 13/19 mm). Des Weiteren benötigt man Styroporplatten in verschiedenen Stärken (z.B. 5/3/1cm) als Grundgerüst für die Felsenlandschaft. Zur Verarbeitung der Materialien benötigt man in erster Linie Holzleim, Montagekleber oder Silikon und Schrauben (universal).

Bevor es jedoch losgehen kann, sollte man die Planung der Größe, Form und Maße abgeschlossen haben. Diese Phase sollte sehr gewissenhaft durchgeführt werden, da man ansonsten im späteren Verlauf auf Komplikationen stoßen kann, z.B. indem die Maße nicht stimmen. (eigene Erfahrungen L)

Nachdem die Spanplatten im Baumarkt nach den vorher ermittelten Maßen zurechtgesägt worden, werden die Seitenwände miteinander und mit der Bodenplatte  montiert. Dazu werden die Berührungskanten nacheinander mit Leim eingepinselt, aufeinander gesetzt und mit Schrauben oder mit Schraubzwingen festgezogen, damit der Leim aushärten kann.

     

Die Deckenplatte und den Frontrahmen montiert man erst später, dadurch wird das Arbeiten an der Rückwand vereinfacht. Wenn die 4 Wände stehen (siehe Foto oben rechts bzw. unten links), werden die Styroporplatten mit Silikon oder Montagekleber an die Rück- und Seitenwände geklebt. Montagekleber ist dabei besonders zugfest und damit speziell für Plateaus geeignet. Die Rückwände können dabei ruhig etwas dicker gewählt werden (3-5 cm). Dadurch ergeben sich Vorteile beim späteren Einbringen der Struktur, die dementsprechend tiefer realisiert werden kann.

     

Um Felsen nachzubauen, werden einfach mehrere Styroporplatten übereinander geklebt. Diese ordnet man nur grob so, wie man sich den Felsenverlauf vorstellt (siehe Fotos Mitte/Rechts unten). Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Ihr könnt euch jedoch auch an diesem Beispiel oder unseren anderen Terrarien orientieren. Ansonsten schaut einfach mal nach Steinformationen in der Natur oder googelt nach Naturbildern aus Regionen in denen eure Tiere heimisch sind.  

     

Ich achte bei der Gestaltung immer gern darauf, dass soviel “begehbare“ Oberfläche für die Tiere entsteht, wie möglich. Die groben Strukturen werden nun in eine felsenähnliche Form gebracht. Dazu nimmt man am besten eine Säge (Fuchsschwanz) und sägt sich die gewünschten Strukturen zu Recht. Am Ende beklebt man die Rückwände noch mit einzelnen Stücken, die man aus den Styroporresten formt. Diese geben der Wand dann noch den letzten dreidimensionalen Eindruck.

     

Kleine Feinheiten kann man dann mit Säge, Schraubenzieher und Co. in die Oberfläche kratzen. Man sollte sich jedoch bewusst sein, dass man damit eine riesen Sauerei veranstaltet, da die Styroporkügelchen überall kleben bleiben.

     

Den letzten Schliff gibt man der Oberfläche mit einem Heißluftfön und Verdünnung. Die Verdünnung sollte jedoch nur verwendet werden, wenn der Raum sehr gut belüftet wird. Ansonsten sollte man ganz darauf verzichten. Die Bearbeitung geht genauso gut mit einem Heißluftfön. Dabei wird die Oberfläche nach belieben erhitzt und dadurch gelangt die Struktur in die Oberfläche. Damit lassen sich sehr realistische Strukturen schaffen. Man sollte diesen Schritt jedoch vorher an Styroporresten ausprobieren um die Wirkung einschätzen zu können. Wenn man mit Verdünnung arbeiten will, trägt man mit einem Pinsel sehr dünn die Verdünnung auf. Die Wirkung tritt dann im Verlauf einiger Minuten ein, wobei Teile des Styropors weggeätzt werden. Man muss es dabei jedoch nicht übertreiben, da man auch mit dem Auftragen des Fliesenklebers einige Strukturen in die Rückwand bekommt.

     

  

 
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