Terrarienanbau
(Teil 2)
 

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Ohne Versiegelung wäre die Bearbeitung der Rückwände an dieser Stelle schon fertig und sollte zu einem guten Ergebnis geführt haben. Wenn man die Wand jedoch noch Versiegeln möchte oder eine sandige Oberfläche haben möchte, geht es im Folgenden weiten:

Zum Versiegeln wird entweder farbloser lösemittelfreier und matter Lack benutzt (blauer Engel muss auf der Dose zu erkennen sein) oder wasserfester Holzleim (z.B. Ponal D3 Holzleim). Ich würde ganz klar den Leim bevorzugen, einfach weil ich damit bessere Erfahrungen gemacht habe. Dazu wird ein Eimer Ponal D3 Holzleim (500ml) mit etwas Wasser vermischt (ca. 1Teil Wasser und 2 Teile Leim). Dadurch lässt sich der Leim besser auftragen, da er sonst recht dickflüssig ist. Wiederum mit einem großen Pinsel wird nun der Leim auf die Oberfläche der Rückwand aufgetragen. Jeweils nur abschnittsweise (siehe Foto) damit er nicht trocknet, bevor man den Sand aufgebracht hat. Dazu nimmt man eine handvoll roten oder gelben Wüstensand (je nach Geschmack) und wirft oder pustet ihn auf die klebrigen Stellen der Rückwand. Genauso verfährt man Stück für Stück bis die gesamte Rückwand fertig ist. Diesen Vorgang wiederholt man je nach verfügbarer Menge an Leim 1-2-mal und lässt die Oberfläche dann einfach aushärten. Somit hat man eine versiegelte Fläche, der sogar eine Reinigung mit einer Dampfente nichts anhaben kann. Und wenn doch mal eine Stelle nicht mehr so gut aussieht bzw. abgenutzt ist, kann man einfach eine neue Schicht Leim und Sand aufbringen und schon sieht alles wieder wie neu aus.

           

Nachdem nun die Oberfläche ihr Finish bekommen hat, geht es an die restlichen Arbeiten. Als erstes wird die Deckenplatte mit Montagekleber auf die Seitenwände geklebt. An der Seitenwand die aus Holz besteht kann sie zusätzlich verleimt und verschraubt werden. Nun ist der Korpus soweit fertig und es fehlt nur noch der Frontrahmen. Dieser sollte entweder im Vorfeld fertig gestellt werden (Loch für Glasscheiben aussägen) oder aber man sägt das “Guckloch“ erst nach dem Befestigen der Frontplatte am Korpus heraus. Der Frontrahmen wird erst einmal auf den Korpus verleimt. Dazu wird das Terrarium mit der Öffnung nach oben auf den Boden gelegt. (genauer erklärt wird dies in der Anleitung 2 des Holzterrariums). Nach dem Aushärten ist dieser dann fest mit dem Terrarium verbunden. An dieser Stelle wird die Führungsschiene der Glasscheiben vorbereitet. Dazu wird ein Holzbrett (Reste vom “Guckloch“ J) so zurechtgeschnitten, dass es von Innen gesehen ca. 1-1,5 cm schmaler als der untere Rahmen ist und dieses Brett wird dann einfach von Innen an den unteren Frontrahmen geleimt (siehe Bilder). Dieses Brett dient später als Auflagefläche für die Glasführungsschienen.

  

Zur Sicherheit wird danach noch der Frontrahmen mit Winkelelementen an den restlichen Korpus geschraubt (siehe Fotos).

     

Als nächstes werden die Glasführungsschienen (auch E-Profile genannt) auf die Länge der Terrarienöffnung zugeschnitten (links und rechts sollten 1-2cm überstehen) und auf die untere Kante geklebt, die gerade entstanden ist bzw. oben einfach in die Ecke kleben. (siehe Bilder) Nun wird links und rechts von Innen jeweils noch eine kleine Leiste als Abschluss für die Glasscheibe verschraubt. Danach werden noch die Löcher für die Lüftungsschlitze gesägt. Hier sollte man nicht sparen. Eine gute Luftzirkulation ist für die Tiere sehr wichtig. Vorne (unten!!) und in der Deckenplatte (im hinteren Bereich) sollten große Lüftungsflächen entstehen. Am besten ihr schaut dazu noch in die anderen Anleitungen hinein, dort ist der Part mitunter detaillierter beschrieben.

Damit sieht das Ganze auch schon nach einem Terrarium aus…

  

Nachdem das Terrarium eigentlich fertig ist, werden nun noch die Löcher für den Anbau gesägt. Wie und wie groß ihr die Löcher macht bzw. an welcher Stelle, hängt natürlich von eurem schon vorhandenen Terrarium ab. Ich habe mich bei meinem Beispiel daran orientiert, dass in dem anderen Terrarium auf gut 40cm Höhe ein Plateau existiert. Demnach habe ich auch in dem Anbau auf diese Höhe ein kleines Plateau gesetzt und da drüber und drunter jeweils die Seitenwand ausgesägt.

  

Zu guter Letzt müsst ihr noch die Maße für den Glaser nehmen, dabei solltet ihr genau arbeiten und bei Unsicherheit lieber den einen oder anderen Millimeter mehr angeben als nachher zu kleine Scheiben zu haben. Nachschleifen kann der Glaser danach immer noch, drankleben kann er nichts mehr. J

     

 
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